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Mitgliederbefragung der Landesgruppe Berlin-Brandenburg

Der Vorstand der Landesgruppe möchte die Umfrage-Ergebnisse den Kolleginnen und Kollegen zur Verfügung stellen. Dies erfolgt hier als zusammenfassende Interpretation der Ergebnisse aus Sicht der Vorstands-Mitglieder

Hintergrund: neben der quantitativen Beschreibung der Daten und der Kategorisierung der Nennungen seitens der Teilnehmenden hat jedes VS-Mitglied der LG Berlin-Brandenburg sich die gesamten Rohdaten der Befragung angesehen. Dies dient vor allem zwei Zielen: erstens hat jedes Mitglied einen speziellen berufspraktischen Hintergrund, welcher ganz ausdrücklich in diesen zweiten Bewertungsschritt mit einfließen soll. Zweitens geht es darum, dass wir die Ergebnisse der Befragung auch als Präzisierung unseres Auftrages verstehen. Das ist ein komplexer Begriff, der sich am besten im „Selbststudium“ definieren lässt.

Fasst man die Ergebnisse der jeweils individuellen Interpretationen zusammen, wobei sich natürlich starke Überschneidungen ergeben, resultiert folgendes Bild: Die Landesgruppe Berlin-Brandenburg soll sich aus Sicht der teilnehmenden Mitglieder stärker dafür einsetzen, dass

Arbeitsbedingungen der Therapeuten/ Klinischen Psychologen

  • sich die Arbeitsbedingungen vor allem für die TherapeutInnen und Klinischen PsychologInnen verbessern, die keinen KV-Praxissitz haben; dies betrifft insbesondere den Bereich Entlohnung und den Prozess der Praxisvergabe seitens der Kassenärztlichen Bundesvereinigung.
  • sich die Chancen für den Nachwuchs unter den PsychotherapeutInnen verbessern, selbst einen Kassensitz zu bekommen, der z. B. durch die Aufhebung der Altersgrenze bei den bisherigen Inhabern erschwert wird.Zudem sei die Bedarfsplanung der Kassenärztlichen Vereinigung verbesserungswürdig – es kämen bis zu 80 Praxisbewerber auf einen Praxissitz
  • dass Humanistische Verfahren eine Chance auf Zulassung bekommen
  • sich die Ausbildungssituation der PiA verbessert, vor allem betrifft dies die zu hohen Ausbildungskosten – ist eine soziale Zugangsbarriere in diesem Gebiet wünschenswert?
Studium
  • mehr Aufklärungsarbeit zu den Auswirkungen der Umstellung von Diplom- auf Bachelor- und Masterabschlüsse in den Berufsfeldern geleistet wird und auch – da sich dieser Schritt nicht mehr rückgängig machen lässt – aktiv an einer Akzeptanzerhöhung der neuen Abschlüsse mitgewirkt wird
  • der Zugang zu Masterstudiengängen in Psychologie verbessert wird
  • im Studium eine bessere Vernetzung von Wissenschaft und Praxis stattfinden soll
Einsatzfelder von Psychologen
  • Psychologen mehr Präsenz in Schulen, Kinder- und Jugendeinrichtungen sowie in den Medien zeigen sollen
  • die Themenvielfalt in der Psychologie (Psychologie ist mehr als Psychotherapie, Psychotherapie ist mehr als VT, TP und PA) steigt
Kommunikation/ Öffentlichkeitsarbeit, sowohl intra- als auch interdisziplinär:
  • ein regelmäßiger und noch intensiverer Informationsaustausch stattfindet, bei dem Aktivitäten transparent und Veranstaltungen noch stärker publik gemacht werden
  • ArbeitskollegInnen innerhalb des Berufsverbandes die Möglichkeit einer kollegialen Super-/Intervision gegeben wird und die LG hierbei die Einführung einer dazu geeigneten Plattform unterstützt
  • die Bildung von Arbeitsgruppen mit u.a. folgenden Themen: Karriere, „Wie vermarkte ich mich selbst“, Gesundheit...(sehr große Themenvielfalt) ermöglicht wird
  • die Arbeit von PsychologInnen insgesamt noch stärker bekannt gemacht wird, wobei neue Berufsfelder stärker ins Visier genommen werden sollten
  • trotz des Wandels in der Ausbildung von Studierenden ein Titelschutz (Diplom-Psychologe) definiert und festgelegt wird
  • regelmäßige Veranstaltungen (z. B. Vortragsreihe 1x im Monat) verstärkt angeboten werden, um eine fachliche Fortbildung zu erhalten/zu ermöglichen und sich mit Arbeitskollegen austauschen zu können (Themenvorschläge u.a. „Bereitet das Psychologiestudium auf die Praxis vor?“, Beispiel Schule, Therapie, Wirtschaft usw.)
  • zu Veranstaltungen gezielt Studierende, Lehrkräfte und Praktiker eingeladen werden, um auch den häufig geforderten Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis zu befördern
  • die Frequenz von Befragungen mit anschließendem Feedback erhöht wird und die Ergebnisse transparent kommuniziert werden
Der Vorstand der Landesgruppe bedankt sich bei allen an der Befragung teilnehmenden Mitgliedern für ihre Mitarbeit, ihre Anregungen und auch für das doch ermunternde, kritische und konstruktive Feedback.

Wir freuen uns auf die Verlosung der ausgelobten Preise beim traditionell Anfang Dezember im HdP stattfindenden Forum Psychologie (02.12.2011, 18:00 Uhr).